Ein aus bestimmten Stammzellen gezüchtetes «Herzpflaster» kann offenbar Menschen mit einer schweren Herzschwäche helfen. Das zeigt ein im Fachmagazin «Nature» veröffentlichter Machbarkeitsnachweis, der den Ansatz unter Federführung der Uniklinik Göttingen erstmals am Menschen geprüft hat. In Deutschland kämen für die Therapie den Forschenden zufolge etwa 200.000 Menschen infrage.
Eine Herzschwäche - im Fachjargon Herzinsuffizienz genannt - betrifft in Deutschland nach Angaben der Forschenden rund zwei Millionen Menschen. Dabei lässt die Pumpkraft des Herzens allmählich nach - meist infolge anderer Probleme wie koronarer Herzkrankheit, Bluthochdruck oder Herzmuskelentzündung. Hauptsymptome sind eine geringe Leistungsfähigkeit und Luftnot. Bislang werden Medikamente eingesetzt, zudem raten Ärzte zu regelmäßiger Bewegung und gesunder Ernährung.