Astronauten müssen nicht nur gut in Form sein und große körperliche Belastungen aushalten, sie müssen im All zur Not auch unangenehme Dinge tun können, zum Beispiel Zähne ziehen oder Wunden nähen. Über ein spezielles Training, das Astronauten dafür durchlaufen, berichtete der deutsche Astronaut Matthias Maurer am Rande eines gemeinsamen Besuches mit Raumfahrtministerin Dorothee Bär (CSU) im Deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt (DLR) in Köln.
Faulen Zahn gezogen
«Als ESA-Astronaut macht man ein medizinisches Feldtraining. Wir gehen in eine Klinik und durchlaufen verschiedene Stationen», sagte Maurer der Deutschen Presse-Agentur. Dort übe man zum Beispiel das Nähen von Wunden oder auch einen Katheter bei Harnverhalt zu legen, also wenn jemand nicht auf die Toilette kann. Auch einfache zahnärztliche Behandlungen gehören nach Maurers Angaben zum Programm. «Teil der Ausbildung war dann auch bei mir, dass ich einen richtigen Zahn ziehen durfte. Also ein fauler Zahn war es, kein gesunder Zahn.»