Um Windkraftanlagen in der Nord- und Ostsee vor Sabotage und Spionage zu schützen, plädieren Windparkbetreiber für eine intensivere Überwachung des Seeraums. «Polen hat gerade eine Polizei-Mission für die Ostsee vorgeschlagen. Ich denke, das geht in die richtige Richtung», sagte der Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie Offshore (BWO), Stefan Thimm, der Deutschen Presse-Agentur. «Wir müssen dafür sorgen, dass staatlich legitimierte Einsatzkräfte die Meere überwachen und so die Sicherheit erhöhen. Das werden nicht die Offshore-Windpark-Betreiber tun können.»
Vor wenigen Wochen waren in der Ostsee binnen kurzer Zeit Schäden an zwei Kommunikationskabeln festgestellt worden. Die Ursache dafür ist in beiden Fällen bislang ungeklärt. Die schwedische Polizei nahm Ermittlungen wegen möglicher Sabotage auf. Polens Regierungschef Donald Tusk schlug danach eine gemeinsame Überwachung des Meeres durch die Marine der westlichen Anrainerstaaten vor.