Um nötige Hafenflächen für den Ausbau der Windkraft auf See zu schaffen, dringt die Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung auf eine Vergrößerung des Jade-Weser-Ports. «Ohne erheblich mehr Hafeninfrastruktur haben die Offshore-Wind-Ziele der Bundesregierung keine Chance», teilte der Verband am Donnerstag mit. Für sogenannte Errichter- und Basishäfen, die etwa als Lager- und Umschlagplatz für Teile von Offshore-Windkraftanlagen dienen, bestünden an der deutschen Nordseeküste nur wenige Erweiterungsmöglichkeiten. Die mögliche zweite Baustufe des 2012 eingeweihten Jade-Weser-Ports sei eine davon, teilte die Hafenwirtschafts-Vereinigung weiter mit.
Nach Berechnungen der Stiftung Offshore-Windenergie vom vergangenen Dezember werden für den Ausbau der Windenergie bis zu 200 Hektar zusätzliche Schwerlastflächen in deutschen Seehäfen benötigt. Das entspricht einer Fläche von 270 Fußballfeldern. Auch die Landesregierungen mehrerer Nord-Bundesländer hatten zuletzt mehr Investitionen des Bundes in die Kapazitäten der norddeutschen Häfen gefordert.