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Warnstreik im Bremer Nahverkehr: Was Fahrgäste wissen müssen

Ein Warnstreik bremst erneut Straßenbahnen und Busse in Bremen aus. (Archivbild) / Foto: Sina Schuldt/dpa
Ein Warnstreik bremst erneut Straßenbahnen und Busse in Bremen aus. (Archivbild) / Foto: Sina Schuldt/dpa

Am Freitag und Samstag ruft Verdi bundesweit zum Warnstreik im Nahverkehr auf. Was das für Bus- und Bahnfahrende in Bremen bedeutet - und warum Fahrgäste in Niedersachsen verschont bleiben.

Fahrgäste müssen sich von Freitag bis Sonntag eine Alternative zur Fahrt mit Bus und Bahn in Bremen überlegen. Der Nahverkehr im kleinsten Bundesland kommt in der Stadt Bremen wegen eines Warnstreiks erneut zum Erliegen, wie die Gewerkschaft Verdi mitteilt. Alle Busse und Bahnen der Bremer Straßenbahn AG (BSAG) stehen von Freitagmorgen bis Sonntagnacht still, wie das Unternehmen BSAG mit Verweis auf den Warnstreik auf seiner Homepage schreibt. Die Stadt Bremerhaven ist von dem Warnstreik nicht betroffen, wie der Verdi-Verhandlungsführer Franz Hartmann sagte. 

Welches Schlupfloch Fahrgäste nutzen können 

Für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dürfte es vor allem am Freitag stressig werden - denn sie müssen in der Regel trotzdem pünktlich am Arbeitsplatz sein. Schülerinnen und Schüler können wegen eines Warnstreiks ebenfalls nicht einfach zu Hause bleiben. 

Wer stattdessen mit dem Auto in der Bremer Innenstadt unterwegs ist, sollte am Freitagvormittag mehr Zeit einplanen: Die BSAG-Beschäftigten ziehen vom Gewerkschaftshaus zu einer Kundgebung (11 Uhr) an der Domsheide. 

Fußballfans müssen am Samstag umplanen: Der Warnstreik dürfte Auswirkungen auf das Heimspiel von Werder Bremen gegen Heidenheim im Weserstadion haben. 

Doch es gibt ein Schlupfloch: Wer auf den Nahverkehr angewiesen ist, kann nach Möglichkeit einen Überlandbus nutzen. Die Linien aus den umliegenden Landkreisen fahren auch mehrere Stationen in Bremen an. Denn in Niedersachsen gilt eine Friedenspflicht, Busse und Bahnen fahren nach Plan. Auch die Regionalzüge zwischen Bremen und Niedersachsen sollen wie gewohnt fahren. 

Zweiter Warnstreik im Nahverkehr 

Die Gewerkschaft ruft zum zweiten Mal in diesem Jahr zu einem bundesweiten ÖPNV-Warnstreik auf. Schon am 2. Februar kam der Nahverkehr in Deutschland fast zum Erliegen, auch in Bremen ging damals nichts mehr. Viele fuhren stattdessen mit dem Auto oder nahmen sich ein Taxi.

Immerhin dürfte der Warnstreik diesmal nicht wieder von eisigem Wetter begleitet werden. In Bremen werden Ende der Woche zweistellige Temperaturen erwartet. 

Mit dem erneuten Warnstreik will die Gewerkschaft im Tarifkonflikt um den kommunalen Nahverkehr den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Verdi fordert unter anderem kürzere Schichtzeiten, längere Ruhezeiten und höhere Zuschläge in der Nacht und am Wochenende.

Die Bremer Straßenbahn AG (BSAG) kritisierte den Warnstreik. «Die Arbeitgeberseite hat eine Reihe von Vorschlägen und Kompromissen zu den aufgerufenen Forderungen vorgelegt», hieß es in einer Mitteilung. «Daher ist ein Streik in diesem Umfang und zu diesem Zeitpunkt der Verhandlungen aus Sicht der BSAG in keinster Weise nachvollziehbar.» Das Unternehmen bat Fahrgäste an den Warnstreiktagen auf andere Verkehrsmittel auszuweichen.

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