Der Volkswagen-Konzern steigt in den Betrieb von großen Batteriespeichern für das Stromnetz ein. Im kommenden Jahr werde in Deutschland das erste sogenannte «Power Center» ans Netz gehen, das Ökostrom zwischenspeichert, kündigte Technik-Vorstand Thomas Schmall am Freitag in Berlin an. Der Standort werde im Norden Deutschlands sei, der erste Spatenstich soll in den nächsten sechs bis acht Wochen erfolgen. «Und wir werden Anfang nächsten Jahres ans Netz gehen», sagte Schmall. «Wir sind dann in der konkreten Umsetzung.»
Betreiben soll die Anlage die VW-Ladenetzsparte Elli. Die Kapazität werde zunächst bei 700 Megawattstunden liegen und lasse sich später auf eine Gigawattstunde ausbauen, sagte Schmall. Das reiche aus, um ein Gaskraftwerk zu ersetzen. Weitere «Power Center» sollen folgen. Damit erschließe sich der Konzern ein neues Geschäftsfeld in einem wachsenden Markt.
Puffer für Wind- und Solarstrom
Die Anlagen sollen als Puffer für Wind- und Solarenergie dienen und so helfen, das Stromnetz zu stabilisieren. «Unsere Investitionen in stationäre Batteriespeicher sind daher ein wesentlicher Beitrag zur nachhaltigen Transformation der Energieversorgung», sagte Schmall. Denn nach wie vor müssten bei einem Überangebot immer wieder Windräder und Solaranlagen abgeschaltet werden. Das lasse sich mit großen Batteriespeichern ändern.