Günstigere Modelle, weniger Designexperimente, vertrautere Modellnamen: Vor Beginn der Automesse IAA Mobility zeigt der VW-Konzern, wie im kommenden Jahr der Vorstoß ins elektrische Einstiegssegment gelingen soll. Zwei Tage vor dem offiziellen Ausstellungsstart präsentierte der Hersteller an seinem Messestand die vier neuen E-Modelle von VW, Škoda und Cupra, die im kommenden Jahr auf den Markt kommen sollen, darunter der ID. Polo, der zu Preisen ab knapp unter 25.000 Euro an den Start gehen soll. Von «einem klaren Fokus auf die E-Mobilität» sprach Konzernchef Oliver Blume laut Mitteilung bei der Vorabpremiere am Messestand.
E-Auto-Verkäufe steigen
Mit den neuen Modellen im unteren Preissegment will VW dem Absatz seiner E-Modelle Schub geben. Der Konzern braucht einen hohen Elektro-Anteil, um die schärferen CO2-Flottenziele der EU erfüllen zu können. Andernfalls drohen hohe Strafzahlungen.
Im ersten Halbjahr lag der E-Auto-Anteil konzernweit bei elf Prozent. Gegenüber dem Vorjahr konnte VW die Auslieferung von Batteriewagen um 47 Prozent steigern, in Europa sogar um fast 90 Prozent. Der VW-Konzern ist in Europa nach eigenen Angaben klarer Marktführer bei den E-Autos mit 28 Prozent Marktanteil. Weltweit verkauft der Konzern von Januar bis Juli knapp 466.000 E-Autos, bei insgesamt 4,41 Millionen Auslieferungen.
GTI mit 266 Elektro-PS
Beim nun gezeigten ID. Polo handelt es sich um die Serienversion der vor zweieinhalb Jahren gezeigten Studie ID.2all. Die Länge von 4,05 Meter entspricht fast genau dem Verbrenner-Polo, und auch beim Design hat sich der Konzern stärker als bei den bisherigen ID-Modellen am Verbrenner orientiert. VW verspricht eine elektrische Reichweite von bis zu 450 Kilometer und 226 PS in der sportlichen GTI-Version. In der Einstiegsversion für 25.000 Euro soll es aber einen kleineren Akku mit weniger Reichweite geben.