Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat die Bedeutung eines möglichen U-Boot-Deals mit Kanada betont. «Die ganze Bundesregierung wirbt dafür, dass es jetzt hier dann auch zu einer Kooperation mit Kanada kommt», sagte der SPD-Politiker in Wismar, wo der Marineschiffbauer TKMS ebenso wie am Stammsitz in Kiel die U-Boote für Kanada bauen würde, falls der erhoffte Auftrag kommt. «Die Argumente, das will ich hier noch mal sagen, sind wirklich auf unserer Seite.» Vor Ort sei eine hochwertige Produktion möglich.
TKMS-Chef Oliver Burkhard sagte: «Wir glauben, dass wir da gute Chancen haben, den Zuschlag zu bekommen.» Er verwies etwa auf die Interoperabilität zwischen Nato-Partnern als Argument, also die einfache Zusammenarbeit zwischen der Marine verschiedener Staaten. Für Deutschland und Norwegen baut TKMS früheren Angaben zufolge jeweils sechs U-Boote des neuen Typs 212CD, an dem auch die Kanadier interessiert sind. TKMS zählt zu einem der weltweit führenden Unternehmen im Bau nicht nuklear betriebener U-Boote.