Trotz des Kriegs im Iran, gestörter Lieferketten und stark gestiegener Preise läuft der Umschlag von Flüssigerdgas (LNG) an den norddeutschen Terminals nahezu uneingeschränkt weiter. Denn der Großteil der deutschen LNG-Importe stammt bislang aus den USA. 2025 machten diese Transporte nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) rund 94 Prozent aus.
«Lieferungen aus der Golf-Region hatten wir seit Anfang 2023 nur sehr vereinzelt. Absagen von Cargos liegen an den DET-Terminals momentan nicht vor», teilt ein Sprecher der bundeseigenen Deutsche Energy Terminal Gesellschaft (DET) auf Anfrage mit. Die Gesellschaft betreibt die Terminals Wilhelmshaven 1 und 2 sowie das Terminal in Brunsbüttel. Für das erste Halbjahr 2026 seien alle Kapazitäten komplett vermarktet, hieß es.
Auch das Rügener LNG-Terminal in Mukran laufe im Regelbetrieb, teilt ein Sprecher der Firma Deutsche Regas mit. «Bisher wurde seit Beginn des Iran-Kriegs ein Slot durch unsere Kunden nicht genutzt.» Über die Gründe gab es keine Angaben.