In der kriselnden Stahlindustrie beginnen heute die Tarifverhandlungen. Den Auftakt machen in einer gemeinsamen ersten Runde in Düsseldorf die Tarifgebiete «Nordwest» und «Ost» mit insgesamt rund 68.000 Beschäftigten. Die Friedenspflicht endet am 30. September. Danach sind Warnstreiks möglich. Die Verhandlungen für das Saarland starten erst Mitte November.
Nach Einschätzung der IG Metall befindet sich die Stahlindustrie in Deutschland in einer «äußerst schwierigen Lage». Die Tarifkommission habe daher als Forderungsempfehlung ein «Paket der Verantwortung für die Beschäftigten» beschlossen. Dieses Paket enthalte die Elemente Beschäftigungssicherung, Fachkräftesicherung und Reallohnsicherung.