In der nordwestdeutschen Stahlindustrie haben Arbeitgeber und IG Metall auch in der dritten Runde der Tarifverhandlungen keine entscheidenden Fortschritte erzielt. «Aufgrund der großen Unterschiedlichkeit der beiden Lösungsvorschläge wurde die Verhandlung nach fünf Stunden unterbrochen», sagte IG Metall-Verhandlungsführer Knut Giesler.
Die Arbeitgeber legten nach eigenen Angaben ein verbessertes Angebot vor und stellten nun erstmals eine prozentuale Lohnerhöhung um 1,2 Prozent in Aussicht. Die Gewerkschaft bezeichnete das als unzureichend und verlangt nun einen Pauschalbetrag sowie 2 Prozent Lohnsteigerung.
«Diese Forderung liegt unserer Auffassung nach so weit jenseits der Möglichkeiten unserer Industrie, dass wir gemeinsam entschieden haben, die Verhandlungen heute nicht fortzusetzen», entgegnete der Hauptgeschäftsführer des Arbeitgeberverbands Stahl, Gerhard Erdmann