Die Seehäfen und die fünf Küstenländer drängen das Kanzleramt, die Finanzierung der Seehäfen neu zu regeln. In einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Positionspapier fordern sie eine stärkere Beteiligung des Bundes an der Finanzierung der Häfen.
Den Investitionsbedarf beziffern sie auf rund 15 Milliarden Euro. «Dieser ist das Ergebnis einer über lange Zeit unzureichenden Finanzierung, die mit den gewachsenen Anforderungen an die Seehäfen nicht Schritt gehalten hat.»
Der Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) hat zudem einen Brief an Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) verfasst. Der Brief nimmt Bezug auf die Nationale Maritime Konferenz. Auf der Konferenz im April wurden laut dem Verband keine Fortschritte erzielt, die Finanzierung neu zu regeln.
Der ZDS und die Länder begründen ihre Position damit, dass die Seehäfen ihrer Ansicht nach Aufgaben für die ganze Bundesrepublik übernehmen. ZDS-Hauptgeschäftsführer Florian Keisinger nannte als Stichpunkte die Energiewende, Sicherheit und Verteidigung. Es sei nicht tragfähig, die Finanzierung der Häfen nahezu allein den Ländern zu überlassen, heißt es in dem Papier.