Der Stahlkonzern Salzgitter strebt zurück in die schwarzen Zahlen und setzt dabei auf die Rüstungsindustrie als neuen Abnehmer. «Das ist ein Wachstumsfeld, was wir auf jeden Fall besetzen wollen, auch weil es ein margenstarkes Wachstumsfeld ist», sagte Konzernchef Gunnar Groebler bei der Vorlage der Bilanz für 2025. Vom Volumen bleibe das zwar ein Nischenmarkt. «Aber ein sehr attraktiver Nischenmarkt.»
Die Schwäche der Autoindustrie als bisherigem Hauptabnehmer werde der Verteidigungsbereich aber «definitiv» nicht ausgleichen können, fügte der Vorstandschef hinzu. Doch das Volumen, laut Groebler bislang vernachlässigbar, soll spürbar steigen. Mit ersten Erfolgen rechnet das Unternehmen im zweiten Halbjahr, binnen drei Jahren soll der Anteil der Verteidigung am Konzernumsatz dann auf einen Wert im einstelligen Prozentbereich steigen.
«Wir haben im letzten Jahr fast alle Freigaben der Bundeswehr erreicht und sind damit jetzt auch lieferfähig gegenüber der Bundeswehr», sagte Groebler. Zudem wurde mit Thyrolf & Uhle aus Dessau ein Spezialanbieter für Sicherheitsstahl gekauft. «Wir sind so gut aufgestellt, dass wir an diesem wachsenden Markt deutlich partizipieren können und auch partizipieren wollen.»