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Autozulieferer Bayrak in Rehburg-Loccum beantragt erneut Insolvenz

Autozulieferer Bayrak in Rehburg-Loccum beantragt erneut Insolvenz
Bereits zum vierten Mal muss die Firma zum Insolvenzgericht. (Symbolbild) / Foto: Oliver Berg/dpa
Von: DieNiedersachsen News
Erneuter Schock für mehr als 400 Beschäftigte: Bayrak ringt ums Überleben, Kunden retten vorerst die Löhne. Was steckt hinter der vierten Pleite in fünf Jahren?

Der Autozulieferer Bayrak aus Rehburg-Loccum hat erneut Insolvenz angemeldet. Laut Amtsgericht Syke wurde dort von der Bayrak Technik GmbH die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beantragt. Betroffen sind nach Angabe des vorläufigen Insolvenzverwalters mehr als 400 Beschäftigte: 277 in Rehburg-Loccum (Landkreis Nienburg/Weser) und weitere 147 im hessischen Gedern bei Frankfurt am Main. 

«Beide Betriebe werden aktuell durch Unterstützungszahlungen der Kunden fortgeführt», teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Manuel Sack auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. «Die Vergütungsansprüche der Belegschaft werden durch Kundenmittel finanziert.» Er suche nun nach einem Investor für das Unternehmen. Der Prozess laufe. «Mit ersten Interessenten haben bereits Gespräche stattgefunden.»

Umsatzeinbruch verschärft Schieflage 

Grund für die Insolvenz waren laut Sack hohe Restrukturierungskosten im Zusammenhang mit Standortverlagerungen und -schließungen sowie unerwartete Umsatzrückgänge Ende 2025/Anfang 2026. Dies habe «2026 die (erneute) Liquiditätskrise ausgelöst».

Das Unternehmen befinde sich bereits seit längerem in Schieflage. Das Unternehmen habe erst im Oktober 2025 ein 2024 eingeleitetes Schutzschirmverfahren verlassen, «das nicht erfolgreich abgeschlossen werden konnte», so der vorläufige Insolvenzverwalter. «Die Schieflage besteht folglich schon seit längerer Zeit.»

Vierte Insolvenz in fünf Jahren

Das Unternehmen war 2023 aus dem insolventen Autozulieferer Rüster hervorgegangen. Bayrak Lastik aus der Türkei hatte den Betrieb mit damals noch vier Standorten und 600 Beschäftigten übernommen. 

«Trotz Eigentümerwechsels haben die Maßnahmen in der letzten Insolvenz nicht zu der angestrebten Stabilisierung des Standortes und zur nachhaltigen Sicherung der Arbeitsplätze in Rehburg-Loccum geführt», sagte der Betriebsratsvorsitzende Holger Grau laut Mitteilung. Laut Gewerkschaft IGBCE ist es nun bereits die vierte Insolvenz des Betriebs innerhalb von fünf Jahren.

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