Die beiden niedersächsischen Stahlkocher in Salzgitter und Georgsmarienhütte halten trotz der jüngsten Absage von ArcelorMittal am Umbau für grünen Stahl fest. Die Umsetzung der ersten Stufe des Umbaus sei «bereits sehr weit fortgeschritten und wird wie geplant weiter vorangetrieben», sagte eine Sprecherin der Salzgitter AG auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur dpa. Auch der Georgsmarienhütte-Betreiber GMH bekräftigte das Ziel, bis 2039 komplett klimaneutral zu sein.
Zugleich verlangten beide Unternehmen aber günstigere Voraussetzungen. Die Entscheidung von ArcelorMittal, seine Umbaupläne in Bremen und Eisenhüttenstadt vorerst auf Eis zu legen, bezeichnete die Salzgitter-Sprecherin als «deutliches Signal dafür, dass die Rahmenbedingungen für Transformationsprojekte verbessert werden müssen». Jetzt komme es darauf an, den Aufbau der Wasserstoffwirtschaft zu intensivieren und die Strompreise «auf ein wettbewerbsfähiges Niveau zu senken».