Vor dem Hintergrund des Ukraine-Krieges und der politischen Unstimmigkeiten mit den USA kann der Rüstungskonzern Rheinmetall weiter deutlich zulegen. Die zuvor steile Wachstumskurve wird allerdings flacher, wie Unternehmenszahlen zum Jahresauftakt-Quartal zeigen. In den ersten drei Monaten dieses Jahres wuchsen der Umsatz um acht Prozent auf 1,9 Milliarden Euro und das operative Ergebnis um 17 Prozent auf 224 Millionen Euro. Der Zuwachs lag zwar auf einem hohen Niveau, er war aber deutlich schwächer als im ersten Quartal 2025. Damals konnte die Firma im Umsatz und Ergebnis noch um jeweils etwa die Hälfte zulegen.
Konzernchef Armin Papperger zeigte sich zufrieden mit der Entwicklung. «Wir konnten uns gegenüber dem sehr erfolgreichen Vorjahresquartal weiter steigern», sagte er. «Insbesondere für das zweite Quartal 2026 erwarten wir ein stärkeres Wachstum beim Umsatz und beim Auftragseingang, wo wir mit großvolumigen Beauftragungen im Marine- sowie im Fahrzeugbereich rechnen.»
In der zweiten Jahreshälfte sollen die Geschäfte noch kräftiger anziehen, dann möchte die Firma fast zwei Drittel des Jahresumsatzes machen (64 Prozent). «Wir wachsen stark», versicherte Papperger Finanzanalysten bei einer Telefonkonferenz.