Vor internationalen Verhandlungen über Klimaschutz in der Schifffahrt im nächsten Monat pochen deutsche Reeder und Umweltschützer auf eine Einigung. Der Verband Deutscher Reeder (VDR) aus Hamburg nennt die Verhandlungen «entscheidend für die Zukunft der Schifffahrt». Vom Naturschutzbund Deutschland (Nabu) aus Berlin heißt es: «Wir erwarten ein klares Bekenntnis zum Klimaschutz.»
Vom 7. bis zum 11. April wird der Umweltausschuss der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) in London zusammenkommen. Die IMO ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen und setzt weltweit verbindliche Regeln für die Schifffahrt. Ihr gehören mehr als 170 Mitgliedsstaaten an - darunter die USA, China und Deutschland.
Die IMO erwartet laut Ankündigung, dass der Ausschuss sich auf sogenannte mittelfristige Klimaschutzregeln einigt. Zur Abstimmung stehen ein Treibstoffstandard und ein CO2-Preis-System. In der EU gibt es solche Mechanismen bereits. Falls es zu einer Einigung kommt, sollen die Regeln während einer Sondersitzung im Oktober verabschiedet werden. In Kraft treten können sie 16 Monate später, also frühstens im Jahr 2027, wie eine IMO-Sprecherin sagte.