Angesichts der Spannungen zwischen Iran und den USA hat der Verband Deutscher Reeder (VDR) zum Schutz der internationalen Handelsschifffahrt im Nahen und Mittleren Osten eine Verlängerung der EU-Marineoperation «Aspides» angemahnt. «Unsere Seeleute und unsere Schiffe dürfen nicht zwischen die Fronten geopolitischer Auseinandersetzungen geraten», sagte VDR-Hauptgeschäftsführer Martin Kröger. Die zivile Schifffahrt müsse aus militärischen Konflikten herausgehalten und, wo notwendig, geschützt werden. Die Operation «Aspides» läuft Ende des Monats aus.
Erste positive Zeichen im Roten Meer gefährdet
Aber auch die Route durch das Rote Meer mit dem Suezkanal sei sehr wichtig: Rund zwölf Prozent des weltweiten Seehandels und etwa 30 Prozent des globalen Containerverkehrs liefen über diese Achse. Es gebe dort zwar erste positive Signale - die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd etwa wagt von Mitte des Monats an wieder Fahrten durch den Suezkanal - aber gleichwohl könnte eine Eskalation der Spannungen in der Region die Sicherheitslage wieder verschärfen und Angriffe der mit Iran verbündeten Huthi-Milizen begünstigen.
Nach den schweren Massenprotesten im Iran, die der staatliche Sicherheitsapparat brutal niederschlug, hatte US-Präsident Donald Trump der iranischen Führung mit einem militärischen Eingreifen gedroht. Unter anderem schickte er den Flugzeugträger «USS Abraham Lincoln» in die Region, um die US-Militärpräsenz zu stärken.
Copyright 2026, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten