Seewege werden blockiert, Häfen ausspioniert und Pipelines attackiert: Angesichts zunehmender Bedrohungen auf See sucht die Bundesregierung den Schulterschluss mit der maritimen Industrie. «Maritime Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe, nur zu lösen gesamtstaatlich und gemeinsam mit der Industrie», sagte Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) in einer Videobotschaft am zweiten Tag der Nationalen Maritimen Konferenz im ostfriesischen Emden.
Pistorius appellierte in seiner Rede an die maritime Wirtschaft: «Und es ist Aufgabe der Industrie, Produktionskapazitäten zu erhöhen und die Lieferketten stabil und resilient zu gestalten.» Maritime Sicherheit, wirtschaftliche Stärke und technologische Innovation seien untrennbar miteinander verbunden. «Die Marine wird sich aktiv in dieses Innovationsökosystem aus Wirtschaft und Wissenschaft einbringen», kündigte der Minister an.
Am zweiten Tag der Nationalen Maritimen Konferenz mit rund 800 Teilnehmern ging es auch um den Ausbau der deutschen Seehäfen zu Logistikdrehscheiben für das Militär und den Schutz von Seewegen. Bei der Konferenz berät die Bundesregierung mit Vertretern von Wirtschaftsverbänden, Unternehmen, Gewerkschaften und Behörden über die strategische Ausrichtung ihrer maritimen Politik.