Der Import von Flüssigerdgas (LNG) über die deutsche Ostsee hat deutlich an Fahrt aufgenommen. Während im ersten Quartal des Jahres nur ein Bruchteil der deutschen LNG-Importe über das Terminal an Rügens Küste lief, verbuchte es laut Zahlen der Bundesnetzagentur (BNetzA) im zweiten Quartal die mit Abstand umfangreichste Einspeisung aller deutschen LNG-Terminals.
Demnach wurden im zweiten Quartal über Rügen 10,2 Terawattstunden (TWh) Erdgas eingespeist, dahinter folgen an der Nordsee das erste Terminal in Wilhelmshaven mit 7,4 TWh und das Terminal in Brunsbüttel mit 7,0 TWh.
Für das zweite Terminal in Wilhelmshaven zeigen die Daten, die von Fernleitungsnetzbetreibern stammen, eine Einspeisung von 2,9 TWh. Dieses befindet sich nach Angaben der zuständigen Deutschen Energy Terminal GmbH (DET) allerdings noch in der Inbetriebnahmephase.
Die Bundesregierung hatte den Aufbau von LNG-Terminals an Nord- und Ostsee nach dem russischen Angriff auf die Ukraine forciert, um unabhängig von russischen Gaslieferungen zu werden.