Niedersachsens Finanzminister Gerald Heere dringt angesichts deutlich niedrigerer Steuereinnahmen als erwartet auf eine Aufweichung der Schuldenbremse. «Ich bin unbedingt dafür, die Schuldenbremse beizubehalten, aber nicht in der momentanen Form. Wir müssen sie dringend reformieren hin zu mehr Investitionsfreundlichkeit», sagte der Grünen-Politiker bei der Vorstellung der Steuerschätzung.
Für den Landeshaushalt 2024 fehlen unter Berücksichtigung des kommunalen Finanzausgleichs demnach rund 479 Millionen Euro, für das kommende Jahr rund 465 Millionen Euro. Auch in den Folgejahren muss das Land jeweils mit Hunderten Millionen Euro weniger kalkulieren. Gleichzeitig steige der Bedarf, in die Infrastruktur, in Gebäude, den Klimaschutz und die Digitalisierung zu investieren, sagte Heere.