Überlange Arbeitstage von bis zu 16 Stunden, Wochenarbeitszeiten von mehr als 70 Stunden, schlechte Unterkünfte - nach wie vor stellt die Gewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Missstände bei den Arbeitsbedingungen der Saisonarbeiter in der Landwirtschaft fest. Obwohl der Mindestlohn formal gezahlt werde, komme bei den Arbeitskräften oft nur ein Bruchteil an, hieß es bei der Vorstellung des Jahresberichts 2025 in Frankfurt.
Nach wie vor gebe es illegale Praktiken, um die Lohnkosten zu drücken. So gebe es rechtswidrige Abzüge, bei denen Kautionen grundlos einbehalten würden. Die Arbeitskräfteberater hätten auch von unzulässigen Vertragsstrafen erfahren oder davon, dass Kosten für Arbeitsgeräte wie Messer oder für die persönliche Schutzausrüstung vom Lohn abgezogen werde.