Wirtschaftsunternehmen und Konkurrenten der Deutschen Bahn haben angesichts des maroden Schienennetzes Alarm geschlagen und befürchten Einschränkungen für den gesamten Wirtschaftsstandort Deutschland. Die aktuellen infrastrukturellen Einschränkungen im Schienennetz führten zu «gravierenden Herausforderungen entlang der gesamten Logistikkette», teilte das Stahlunternehmen Salzgitter aus Niedersachsen der Deutschen Presse-Agentur auf Nachfrage mit. Das gelte sowohl für die Lieferung von Rohstoffen an Salzgitter als auch für den Abtransport der gefertigten Produkte.
Die Eisenbahn sei für die Stahlindustrie der zentrale Verkehrsträger. «Die Situation zwingt uns zu aufwendigen Umleitungen und erheblichen Zusatzmaßnahmen, die mit massiven finanziellen Mehrbelastungen einhergehen und inzwischen auch spürbare volkswirtschaftliche Schäden verursachen», teilte Salzgitter mit. Zunächst berichtete die «Süddeutsche Zeitung» über die Beschwerden aus der Wirtschaft.