Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies hat in Brüssel mehr Flexibilität bei der Umsetzung der EU-Klimaziele und Rückenwind für die Autoindustrie gefordert. «Es gilt: Elektromobilität first», sagte der SPD-Politiker, der auch im VW-Aufsichtsrat sitzt. Dafür seien europaweit ein schneller Ausbau der Ladeinfrastruktur, Planungssicherheit und verlässliche Rahmenbedingungen nötig.
Zugleich sprach sich Lies für dynamische Flottengrenzwerte aus, die sich an Infrastruktur, Energieverfügbarkeit und technologischem Fortschritt orientieren sollten. Auch neue technische Optionen wie Plug-in-Hybride und Fahrzeuge mit Range Extender sollten nach seinen Worten über 2035 hinaus möglich bleiben. Darüber habe er mit dem Vizepräsidenten der EU-Kommission, Stéphane Séjourné, gesprochen, der «dies als Diskussionsgrundlage mitgenommen hat».