Der letzte Transport mit sieben Behältern radioaktiver Abfälle aus der britischen Aufarbeitungsanlage Sellafield trifft in den nächsten Tagen in Schleswig-Holstein ein. Im Zwischenlager Brokdorf im Kreis Steinburg laden Mitarbeiter die Behälter vom Fahrzeug, wie ein Sprecher der zuständigen bundeseigenen BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung der dpa erklärte. Anschließend bringen sie die Behälter an ihren Stellplatz im Lagerbereich. Doch wie läuft dieser Prozess genau ab?
Nach der Ankunft der Behälter wird den Angaben nach zunächst am Transportfahrzeug wie auch an den Behältern eine Kontaminationsmessung vorgenommen. Im nächsten Schritt wird der über 100 Tonnen schwere Behälter mittels eines Krans gehoben, aufgerichtet und in den Wartungsbereich des Zwischenlagers gebracht. Während dort zusätzliche Dichtheitsprüfungen vorgenommen werden, wird oberhalb des sogenannten Primärdeckels ein zweiter Deckel montiert.
Der Hohlraum zwischen beiden Deckeln wird mit Helium gefüllt, erklärte der BGZ-Sprecher. Das Helium ermögliche eine ständige Kontrolle: Sinkt der Druck, weist das auf eine nachlassende Dichtungsfunktion hin. Zur zusätzlichen Abschirmung wird eine Schutzplatte obendrauf gesetzt. Nach weiteren Kontrollen und Messungen werden die Behälter schließlich auf den finalen Stellplatz im Lagerbereich gebracht und an das Überwachungssystem angeschlossen.