Niedersachsen kommt nach Einschätzung des Landesrechnungshofs beim Klimaschutz nicht schnell genug voran. Die Prüfer sehen das Ziel gefährdet, bis 2040 klimaneutral zu werden. In ihrem Jahresbericht kritisieren sie zudem, dass die Landesregierung die Wirksamkeit ihrer Klimaschutzmaßnahmen bislang nicht ausreichend überprüft habe.
Rund 1,8 Milliarden Euro seien in den vergangenen fünf Jahren in Klimaschutzmaßnahmen geflossen. Nur 8 von knapp 100 Maßnahmen hätten eine konkrete Senkung von Treibhausgasen zum Ziel gehabt, teilte der Rechnungshof mit.
Der Treibhausgasausstoß in Niedersachsen sei zwischen 1990 und 2022 lediglich um 27 Prozent gesunken. Um das gesetzliche Zwischenziel einer Minderung um 75 Prozent bis 2030 zu erreichen, seien deutlich größere Anstrengungen nötig.