Lichtblick nach sechs miesen Wirtschaftsjahren: Niedersachsens Küstenfischer haben im vergangenen Jahr überraschend viele Krabben gefangen und damit eine lang erhoffte wirtschaftliche Trendwende geschafft. Die Menge der gefangenen Speisekrabben hat sich im Vergleich zu 2024 fast verdoppelt auf insgesamt 2.092 Tonnen, wie der Verband der Kleinen Hochsee- und Küstenfischerei im Landesfischereiverband Weser-Ems anlässlich seiner Jahrestagung im ostfriesischen Neuharlingersiel mitteilte.
Gemessen an den Umsätzen sprach der Verband von einem «Rekordjahr» für die gesamte deutsche Krabbenfischerei. Demnach erreichte der Jahresumsatz mehr als 60 Millionen Euro, mehr als doppelt so viel wie im Vorjahr (2024: rund 25 Millionen Euro). Der Umsatz lag damit 50 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt der Jahre 2000 bis 2024. Allerdings gaben die Preise wegen der gestiegenen Fangmengen nach. Ein Kilogramm Krabben brachte den Fischern im Durchschnitt 6,60 Euro – 2024 waren es noch 7,45 Euro pro Kilogramm.