Vom Lama-Supermarkt über den Mini-Friseur zur Lego-Spielecke – im neuen Kindercafé in der Lüneburger Altstadt dürfen die Kleinen toben, lachen und einfach laut sein. In einem abgetrennten Bereich stehen auch kleine, weiße Boliden für ein Miniatur-Formel-1-Rennen. «Hier soll ein Kind einfach Kind sein», sagt Inhaberin Ella Meyer, die das Mini Moments Café im September eröffnet hat.
In ländlichen Regionen Deutschlands gibt es nur wenige gastronomische Einrichtungen, die sich speziell an Kinder richten. In größeren Städten hingegen nimmt die Zahl solcher Angebote kontinuierlich zu. «Wir beobachten, dass es zahlreiche explizite Kindercafés gibt – insbesondere in Großstädten – in denen Kinder sich frei bewegen und spielen können, während auch die Eltern umsorgt werden, sich austauschen und genießen können», heißt es vom Deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga). So hat sich in Laatzen bei Hannover das Mikami mit einem ähnlichen Konzept etabliert.
Statt einer kleinen Spielecke – wie in vielen Cafés – wollte Meyer den Fokus auf die Jüngsten legen. Dabei gibt es feste Regeln für das kunterbunte Treiben in dem ehemaligen Buchladen im Parterre des denkmalgeschützten Ensembles: Schuhe sind auszuziehen, Spielzeug bleibt im Kinderbereich und dort darf auch nicht gegessen werden. Wobei: «Die meisten Kids wollen gar nichts essen, sondern nur spielen», berichtet die 36 Jahre alte Wahl-Lüneburgerin.