Mitten in der Nordsee an der deutsch-niederländischen Grenze will ein Unternehmen nach Gas bohren. Das Oberverwaltungsgericht in Lüneburg hat jetzt Sofortvollzug für ein umstrittenes Gasförderprojekt vor Borkum bestätigt, wie das Gericht bestätigte. Eine noch offene Klage gegen das Projekt habe daher keine aufschiebende Wirkung mehr, so das niedersächsische Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG).
Das niederländische Unternehmen One-Dyas, das die Bohrungen vornehmen will, begrüßte das Urteil. Die geplanten Bohrungen könnten nun zügig beginnen. Das Unternehmen will von einer Plattform im niederländischen Teil der Nordsee aus auch in deutsches Hoheitsgebiet bohren und dort Erdgas fördern. Der Planfeststellungsbeschluss war im August 2024 erlassen worden, später ordnete das LBEG den Sofortvollzug an, der nun vor Gericht bestätigt wurde.