Früher als im langjährigen Durchschnitt hat die Kirschenernte im Alten Land begonnen. Das hänge vor allem mit der wiederholt frühen Blüte Anfang April zusammen, teilte die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) mit. Die Fachleute erwarten leicht überdurchschnittliche Erträge bei den späteren Sorten «Kordia» und «Regina».
Die Ernte der Frühsorten hat bereits begonnen. «Wir rechnen mit gut 12 Tonnen Kirschen pro Hektar, das sind etwa 15 Kilogramm pro Baum», sagte Martin Kockerols, Steinobst-Berater der zur LWK gehörenden Obstbauversuchsanstalt in Jork im Landkreis Stade. Nur andauernder Regen oder Hagel könnten die positiven Aussichten noch trüben.
Um solche Einflüsse auszuschalten, werden Kirschen überwiegend in sogenannten Dachanlagen angebaut. 75 bis 80 Prozent der an der Niederelbe angebauten Süßkirschen sind laut LWK mittlerweile überdacht. Eine solche Anlage koste pro Hektar inzwischen mehr als 100.000 Euro.
Unter dem Regenschutz platzen die Früchte nicht auf und können besser ausreifen. Zudem lassen sich die Dächer leichter mit Netzen gegen die Kirschfruchtfliege und die Kirschessigfliege sowie gegen die zunehmenden Wanzen schützen.