Wer beim Autofahren das Handy in die Hand nimmt, sollte zwei Punkte im Fahreignungsregister bekommen. Das zumindest fordern Fachleute, die darüber beim Verkehrsgerichtstag in Goslar gesprochen haben. Zum Ende der Fachtagung wurden Empfehlungen zu verschiedenen Verkehrsthemen abgegeben. Demnach soll zudem das Bußgeld für Handy-Vergehen auf mindestens 250 statt 100 Euro angehoben werden.
Wie bisher sollte bei Unfällen oder der Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer die Geldbuße höher ausfallen. Derzeit bekommen Autofahrer einen Punkt, etwa wenn sie ein Handy während der Fahrt in die Hand nehmen oder länger als einen «kurzen» Augenblick auf einen Bildschirm schauen. Aus Sicht der Expertinnen und Experten muss der Begriff «kurz» allerdings genauer definiert werden.
Die Ablenkung durch Handys und andere elektronische Geräte im Straßenverkehr sei «noch immer» ein unterschätztes Unfallrisiko, teilten die Experten mit. Sie forderten deshalb auch mehr Kontrollen, etwa mit sogenannten Handy-Blitzern, für die man eine bundesweite Gesetzesgrundlage brauche. Ferner sprachen sie sich für weniger Touch-Bedienung im Auto aus. Auch auf dem Fahrrad sollte die Handynutzung darüber hinaus härter bestraft werden, mit einem Punkt.