Die erste bundesweite Tarifrunde für die Beschäftigten der chemisch-pharmazeutischen Industrie ist ohne Einigung zu Ende gegangen. Die Gespräche seien nach zwei Tagen ohne Ergebnis vertagt worden, teilten beide Seiten am Mittwoch mit. Sie werden am 23. und 24. Februar in Wiesbaden fortgesetzt.
Bei den Verhandlungen geht es um die Bezahlung von rund 585.000 Beschäftigten der Branche in Deutschland in 1.700 Betrieben. Vertreter der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und des Bundesarbeitgeberverbands Chemie (BAVC) hatten seit Dienstag in Hannover erstmals auf Bundesebene verhandelt.
Während die Arbeitgeberseite Lohnzurückhaltung fordert, will die Gewerkschaft mit höheren Entgelten die Kaufkraft stärken und verlangt daneben tarifvertragliche Instrumente zur Beschäftigungssicherung. Im Januar hatte es bereits regionale Tarifgespräche gegeben, die aber ohne Ergebnis geblieben waren. Der aktuelle Tarifvertrag läuft Ende Februar aus.