Nach mehreren Warnstreiks im Tarifkonflikt beim Windkraftunternehmen Ørsted und der IG Metall haben sich beide Seiten auf einen Haustarifvertrag geeinigt. Dieser gelte für rund 180 Beschäftigte am Ørsted-Standort im ostfriesischen Norden-Norddeich (Landkreis Aurich), wie der zweite Bevollmächtige der IG Metall Emden, Thomas Preuß, am Freitag sagte. Wie Unternehmen und Gewerkschaft gemeinsam mitteilten, sieht die Einigung die Einführung einer Entgelt-Tabelle vor, die sich an dem Flächentarifvertrag der IG Metall Küste orientiert.
Die Verhandlungen zwischen dem Unternehmen und der IG Metall hatten im Januar vergangenen Jahres begonnen. Zwischenzeitlich gab es fünf Warnstreiks. Zu einem Durchbruch kam es nach Angaben der Beteiligten bei einer Verhandlung am Mittwoch. Gewerkschaftsmitglieder stimmten der Einigung am Donnerstagabend grundsätzlich zu.
Nach dem neuen Haustarifvertrag sollen Gehälter, die unter den Tabellenwerten liegen, im Lauf der nächsten zwei Jahre sukzessiv angepasst werden. Die Wochenarbeitszeit sinkt von 40 auf 38,5 Stunden. Zudem sollen ein Weihnachtsgeld eingeführt und Zulagen für Offshore-Beschäftigte erhöht werden.