Die künftige Continental-Abspaltung Aumovio prüft wegen der US-Zölle eine Ausweitung der Produktion in den USA. Dafür könnte womöglich sogar ein gerade erst geschlossenes Bremsenwerk wiedereröffnen, sagte Aumovio-Chef Philipp von Hirschheydt anlässlich seines Kapitalmarkttages in Frankfurt. Neben der Ausweitung der Fertigung an verbliebenen beiden Standorten sei auch das Wiederhochfahren des im Januar geschlossenen Werks in Culpeper im US-Bundesstaat Virginia eine Option, die jetzt geprüft werde.
«Wir haben Expansionsmöglichkeiten, sowohl in unseren beiden vorhandenen Werken, als auch eben in dem kürzlich geschlossenen», sagte von Hirschheydt. Denn auch in den beiden verbliebenen Fabriken in den USA gebe es noch Kapazitäten, die genutzt werden können. Entschieden sei daher noch nichts. «Die Analysen laufen. Die werden auch noch eine ganze Weile laufen.»
Aumovios Noch-Muttergesellschaft Continental hatte das Werk in Culpeper erst im Januar dicht gemacht, kurz vor dem Amtsantritt von Präsident Donald Trump. Bisher wurden dort Mechanikteile für Bremen hergestellt. Entschieden wurde die Schließung aber bereits 2021. «Das ist sehr lange her», sagte von Hirschheydt. Und im Januar habe man dort jetzt im Grunde nur noch ausgeräumt. «Wenn wir heute wieder vor dieser Entscheidung stehen würden, würden wir gegebenenfalls eine andere treffen», räumte er mit Blick auf Trumps Zollpolitik ein.