Es dauert nur wenige Minuten, dann gehen sie getrennte Wege: Bundeskanzler Friedrich Merz und Brasiliens Präsident Luiz Inácio Lula da Silva teilen ihren Rundgang über die Hannover Messe auf – ausgerechnet bei einem Termin, der traditionell ein Bild enger Partnerschaft liefern soll.
Während Lula bei brasilianischen Ausstellern bleibt, zieht Merz weiter über das Gelände und schaut sich unter anderem Roboter und neue Technologien an. Der gemeinsame Rundgang ist damit praktisch beendet, bevor er richtig begonnen hat. Bei Polizei und Messe sorgt der ungewöhnliche Ablauf für Verwunderung. «Das haben wir noch nie erlebt», heißt es.
Kurz darauf folgt die nächste Irritation: Am Stand von Phoenix Contact, einem Unternehmen, das Elektronik und Elektromechanik herstellt, wird Merz mit seiner Vorgängerin verwechselt. «Recht herzlich willkommen, Herr Merkel, äh Herr Bundeskanzler Merz», sagt Geschäftsführer Dirk Görlitzer.