Sie gilt als entscheidender Baustein der Energiewende - doch die Bedingungen für den Ausbau der Offshore-Windenergie in der deutschen Nord- und Ostsee haben sich verschlechtert. Nun fordert der Bundesverband Windenergie Offshore (BWO) eine Regel für die Rückgabe ersteigerter Windflächen auf See.
Unternehmen, die sich Flächen gesichert haben, hätten signalisiert, «dass fraglich ist, ob sie aufgrund der veränderten Rahmenbedingungen zu finalen Investitionsentscheidungen kommen können», sagte BWO-Geschäftsführer Stefan Thimm bei einer Pressekonferenz in Berlin. «Das ist eine schwere und schwierige Nachricht.»
Thimm sprach von einem erheblichen volkswirtschaftlichen Schaden, sollte der Ausbau länger ins Stocken geraten. Es gehe um ein Investitionsvolumen im zweistelligen Milliardenbereich, das verschoben werden würde. Und auch die Leistung, um die es geht, ist erheblich. Thimm stellte die Zahl von rund 16 Gigawatt in den Raum, für die eine vorgeschlagene Regelung für eine mögliche Rückgabe greifen würde. Zum Vergleich: Aktuell seien Offshore-Windkraftanlagen mit insgesamt zehn Gigawatt angeschlossen.