Sicherheitsfragen bestimmen zunehmend die Arbeit der zentralen maritimen Behörde in Deutschland - des Bundesamts für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH). «Das BSH ist keine Sicherheitsbehörde, dennoch wird das Thema Sicherheit bei unserer Aufgabenerfüllung immer wichtiger», sagte Behördenleiter Helge Heegewaldt in Hamburg.
Die veränderte Lage seit Russlands Angriff auf die Ukraine beeinflusst Heegewaldt zufolge zunehmend die Nutzung der Nord- und Ostsee. «Gerade die Ostsee ist längst nicht mehr das Übungsgebiet, sondern wird zu einem potenziellen Einsatzort», sagte er. Der Übungsbedarf der Deutschen Marine und ihrer Bündnispartner habe zugenommen, was Auswirkungen auf die Arbeit der Behörde habe. Denn das BSH plant, wie die knappen deutschen Meeresflächen genutzt werden.
Anlass der Aussagen des Behördenleiters Heegewaldt war die Jahrespressekonferenz des BSH. Die Behörde mit Sitzen in Hamburg und Rostock ist zuständig für Schifffahrt, Meeresschutz, Windparks sowie die Meeresvermessung und Meeresdaten. Das Amt hat rund 1.000 Beschäftigte und ist dem Bundesverkehrsministerium untergeordnet.