Der Bremer Seehäfen- und Logistikdienstleister BLG warnt vor drastischen Folgen der US-Zölle auf Autoimporte. Das könnte «massive Auswirkungen auf die Umschlagmenge» haben, befürchtet BLG-Chef Matthias Magnor im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit sei 30 Prozent des Geschäftsvolumens in Bremerhaven vom US-Markt abhängig, denkbar sei ein Rückgang um die Hälfte auf 15 Prozent.
Der Bremer Hafenlogistiker versucht, sich auf verschiedene Situationen einzustellen. «Wir simulieren im Moment die Auswirkungen in verschiedenen Szenarien und sehen eben zu, dass wir uns möglichst flexibel aufstellen», kündigte Magnor an. «Gott sei Dank ist die Welt größer als nur die USA» Neue Handelsrouten könnten helfen, Verluste auszugleichen. Dennoch sei die Situation besorgniserregend.
In den USA sind die von Präsident Trump angekündigten Autozölle inzwischen in Kraft getreten. Seit Mitternacht gelten 25 Prozent Aufschlag. Experten erwarten, dass Autopreise durch die neuen Zölle der Trump-Regierung in den USA deutlich steigen werden.