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Block des neuen Forschungsschiffs «Walther Herwig» in Stralsund eingetroffen

Aus Litauen kam ein großer Block des künftigen Fischereiforschungsschiffes «Walther Herwig» nach Stralsund. / Foto: Stefan Sauer/dpa
Aus Litauen kam ein großer Block des künftigen Fischereiforschungsschiffes «Walther Herwig» nach Stralsund. / Foto: Stefan Sauer/dpa

«Aura» brachte einen Block des Forschungsschiffs «Walther Herwig» aus Litauen nach Stralsund. Fassmer fertigt weitere Sektionen; Ablieferung 2027 geplant.

Gut sichtbar ist in Stralsund ein Teil des ersten großen Schiffneubauprojekts seit längerer Zeit angekommen. Das Schwerlastschiff «Aura» brachte aus Litauen einen Block des neuen Fischereiforschungsschiffes «Walther Herwig» zum Stralsunder Werftgelände. Ein weiterer großer Block werde noch im litauischen Klaipėda gefertigt, teilte eine Sprecherin des Schiffbauers Fassmer mit Sitz im niedersächsischen Berne mit. Fassmer hatte sich erst jüngst als Pächter auf dem Stralsunder Werftgelände niedergelassen.

Weitere Blöcke und Sektionen werden nach Angaben der Unternehmenssprecherin in Stralsund gefertigt. «Die entsprechenden Arbeiten starten derzeit vor Ort.» Die Ablieferung des Schiffes sei weiterhin für 2027 geplant.

Es handelt sich um den ersten Neubau eines großen Schiffes auf der Werft nach der Insolvenz der Gruppe MV Werften 2022. Die Stadt Stralsund hatte die Werft übernommen und einen maritimen Gewerbepark entwickelt.

85 Meter langes Forschungsschiff

Nach früheren Angaben der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) wird die «Walther Herwig» das größte Schiff der eigenen Flotte mit rund 85 Metern Länge und etwa 18 Metern Breite. Haupteinsatzgebiete sollen demnach die Nord- und Ostsee sowie der Nordatlantik von den Subtropen bis Grönland sein. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft investiere rund 240 Millionen Euro in das Schiff. Das neue Schiff soll den 1993 in Dienst gestellten Vorgänger mit Namen «Walther Herwig III» ersetzen.

«Darüber hinaus prüft Fassmer aktuell verschiedene Möglichkeiten, welche weiteren Projekte künftig sinnvoll am Standort Stralsund umgesetzt werden können», schrieb die Sprecherin. Perspektivisch solle der Standort neben Neubauaktivitäten auch für Reparatur- und Wartungsaufträge genutzt werden. Es seien bereits Mitarbeiter eingestellt worden, weitere Vorstellungsgespräche liefen aktuell. Mitarbeiterzahlen nannte sie nicht.

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