Um Unfälle in Zukunft besser zu verhindern, sollen mehr Daten gesammelt werden. Das fordern verschiedene Fachleute. Insbesondere solle künftig zwischen schweren und schwersten oder lebensbedrohlichen Verletzungen unterschieden werden.
«Wenn Schwerverletzte tatsächlich medizinisch besser sichtbar werden, können Schutz- und Präventionsprogramme gezielter entwickelt werden», sagte der Präsident der Deutschen Gesellschaft für Orthopädie und Unfallchirurgie, Frank Hildebrand. Bisher würde der Verletzungsgrad etwa anhand der Aufenthaltsdauer im Krankenhaus bestimmt, kritisierte er. Der Verband schlägt daher eine Einstufung jeder einzelnen Verletzung auf einer Skala – der sogenannten MAIS – von 1 bis 6 vor.