Der Arbeitgeberverband Nordmetall fordert in der dritten Verhandlungsrunde der Metall- und Elektroindustrie einen zügigen Abschluss. «Wir haben mit unserem frühen Angebot eine gute Basis gelegt, aber jetzt muss Bewegung in die Verhandlungen kommen», sagte die Nordmetall-Verhandlungsführerin Lena Ströbele der Deutschen Presse Agentur. Ein zügiger Abschluss gelinge nur, wenn man nicht pauschal auf dem eigenen Standpunkt beharre, sondern die Lage realistisch bewerte.
«Wir haben unsererseits mit dem Angebot, was wir gemacht haben, gezeigt, dass wir dafür bereit sind», betonte Ströbele. Die Arbeitgeber haben flächendeckend ein erstes Angebot vorgelegt, das bei einer Laufzeit von 27 Monaten in zwei Stufen auf eine Steigerung um 3,6 Prozent kommt. Die erste Stufe von 1,7 Prozent solle dabei erst im Juli 2025 greifen.
Zudem müsse klar sein, «dass mit mehr Streik sich die Gesamtlage in unserer Wirtschaft nicht verändert», so die Verhandlungsführerin. Eine bessere wirtschaftliche Lage könne nicht «herbeigestreikt» werden. Arbeitgeber wie Gewerkschaften hätten eine Verantwortung, für alle Beteiligten eine faire Lösung mit langer Planungssicherheit zu schaffen.