Mit einem Milliarden-Auftrag des Stromnetzbetreibers 50Hertz läuft in Deutschland der Bau von Offshore-Konverterplattformen mit einer Kapazität von zwei Gigawatt an. Profitieren wird vor allem der Standort Rostock, wo die fast fußballfeldgroßen Windstrom-Plattformen für den Einsatz auf hoher See gebaut werden sollen. Auftragnehmer ist ein Konsortium aus den Unternehmen Siemens Energy und Neptun Smulders Offshore Renewables, wie 50Hertz in Berlin mitteilte.
Es geht um ein sogenanntes Konvertersystem für das Offshore-Netzanbindungsprojekt North Sea Connector 2. Es bestehe aus einer Plattform auf dem Meer und einer Station an Land. Neptun Smulders ist ein Gemeinschaftsunternehmen der zur niedersächsischen Meyer-Gruppe gehörenden Rostocker Neptun-Werft und des belgischen Stahlkonzerns Smulders. Der Produktionsstart ist laut Meyer Werft für 2028 geplant.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig und Niedersachsens Ministerpräsident Olaf Lies (beide SPD) sprachen von einem großen Tag und einem wichtigen industriepolitischen Signal. In Rostock wird den Angaben zufolge der Großteil der Konstruktion und Fertigung erfolgen. Bei Neptun und Smulders sollen laut Schwesig zusammen etwa 500 neue Arbeitsplätze entstehen. Hinzu kämen bis zu weitere 500 Arbeitsplätze bei Zulieferern und Dienstleistern während der Bauphase.