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Sturmtief am Ende der Herbstferien sorgt in Niedersachsen und Bremen für umgestürzte Bäume und Fährausfälle

Sturmtief am Ende der Herbstferien sorgt in Niedersachsen und Bremen für umgestürzte Bäume und Fährausfälle
Mehrfach rückten Einsatzkräfte aus, um umgefallene Bäume von Straßen zu räumen. / Foto: Feuerwehr Emden/dpa
Fahrten zu ostfriesischen Inseln sind nicht mehr möglich, Autos müssen umgeparkt werden. Sturmböen, Regen und Gewitter ziehen über den Nordwesten. Vielerorts rückt die Feuerwehr aus.

Am letzten Tag der Herbstferien in Niedersachsen und Bremen hat das stürmische Wetter für umgestürzte Bäume, hohe Wellen und Ausfälle bei den Fähren gesorgt. In verschiedenen Landkreisen und Städten kam es zu wetterbedingten Einsätzen der Feuerwehr.

Nach Polizeiangaben krachten etwa in Leer, Bremerhaven und Oldenburg Bäume auf Straßen. Im Landkreis Uelzen beschädigten umgefallene Bäume mehrere Fahrzeuge, wie die Beamten berichteten. In Hildesheim war eine Straße wegen des Sturmtiefs seit dem frühen Morgen einspurig gesperrt, weil Bäume auf der Fahrbahn lagen und weitere Bäume zu entwurzeln drohten. Die Polizei bat darum, den Bereich zu umfahren. Es sei unklar, wann die Fahrbahn wieder frei gegeben werden könne, hieß es. Der starke Wind wehte mancherorts auch Schilder durch die Gegend. 

An der niedersächsischen Nordseeküste und auf den Ostfriesischen Inseln sorgte der starke Wind für hohe Wellen. Am Sonntagvormittag schauten sich zahlreiche Touristen die turbulente See an, Wassersportler etwa auf Norderney nutzten Wind und Wellen, wie ein dpa-Reporter berichtete. Während am Vormittag vielerorts auch die Sonne zum Vorschein kam, wurde es am Nachmittag mit Regenschauern ungemütlicher. 

Warnung vor orkanartigen Böen

Der Deutsche Wetterdienst erwartete an der Nordsee am Sonntag Sturmböen und teilweise auch orkanartige Böen. Demnach sind einzelne schwere Sturmböen mit Geschwindigkeiten von 95 Kilometern pro Stunde möglich. Auf den Inseln bestehe die Gefahr orkanartiger Böen mit Geschwindigkeiten von 110 Stundenkilometern, hieß es. Für das Binnenland sagten die Meteorologen verbreitet stürmische Böen oder Sturmböen aus südwestlicher Richtung, später westlicher Richtung voraus. Zeitweise sind starke Gewitter möglich.

Fähren fahren nicht, Autos werden umgeparkt

Einige Fährverbindungen wurden eingestellt. So gab es für Sonntagabend keine Fahrten mehr von Neßmersiel und Norden im Landkreis Aurich zur Insel Baltrum. Der Parkplatz in Neßmersiel wurde vorsorglich geräumt, Menschen fuhren ihre Autos hinter den Deich. Auch die Fähre von und nach Norderney wurde eingestellt. Eine Fahrt zur oder von der Insel Langeoog war nur am Sonntagmorgen möglich, die anderen Abfahrten fielen wegen der Wetterlage aus. Der Fährverkehr von und nach Wangerooge wurde ebenfalls eingestellt, wie die Deutsche Bahn mitteilte, die dort den Fährverkehr mit einer Tochtergesellschaft betreibt. Feriengäste mussten mitunter umplanen - am letzten Tag der Herbstferien.

Wegen der Überflutungsgefahr wurden Menschen dazu aufgerufen, Fahrzeuge nicht nahe an der Küste zu parken. Behörden behielten die Wetterlage im Blick. Bei einer drohenden Sturmflut werden etwa auf Norderney Hochwasserschutztore geschlossen. 

Stürmische Nacht mit hohen Wasserständen erwartet

Für die Nacht von Sonntag auf Montag warnten die Behörden vor einer leichten Sturmflut. Auf der Insel Norderney, in Bensersiel im Landkreis Wittmund, in Emden, Wilhelmshaven, Cuxhaven und Bremerhaven bestehe Überflutungsgefahr für Strände, Vorländer und Hafenflächen, teilte der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten und Naturschutz mit.

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