Nach dem Brandanschlag auf die Oldenburger Synagoge hat das Innenministerium in Hannover die Polizeibehörden aufgefordert, bestehende Sicherheitsmaßnahmen falls notwendig anzupassen. Die Sicherheit jüdischen Lebens und jüdischer Einrichtungen sei ein zentrales Anliegen der Landesregierung, teilte ein Ministeriumssprecher in Hannover am Montag auf Anfrage der dpa mit. Er verwies darauf, dass die Polizei bereits nach dem Angriff der Hamas auf Israel am 7. Oktober die Schutzmaßnahmen an jüdischen Einrichtungen überprüft und verstärkt hatte.
«Vor dem Hintergrund des aktuellen Ereignisses in Oldenburg wurden die regionalen Polizeibehörden des Landes Niedersachsen nochmals sensibilisiert, um unter Berücksichtigung der jeweiligen örtlichen Gegebenheiten erforderlichenfalls noch weitergehende Maßnahmen zu prüfen und mit höchster Priorität umzusetzen», teilte der Sprecher mit. Zudem seien die Polizeibehörden «in engem Kontakt» zu Verantwortlichen und Mitgliedern jüdischer Einrichtungen. Zu konkreten Schutzmaßnahmen machte das Innenministerium mit Verweis auf «einsatztaktische Gründe» keine näheren Angaben.