Unbekannte haben einen Brandsatz auf eine Tür der Oldenburger Synagoge geworfen. Bei dem Anschlag am Freitagmittag sei niemand verletzt worden, sagte ein Sprecher der Polizei. Weitere Angaben - etwa zu den Hintergründen der Tat und dem Sicherheitskonzept - machten die Ermittler zunächst nicht.
Ein Hausmeister-Team eines benachbarten Kulturzentrums habe das Feuer sofort entdeckt und die Flammen gelöscht. Eine Tür sei beschädigt worden. Die Polizei fahnde mit einem Großaufgebot nach den Tätern, auch der Staatsschutz ermittle. Politikerinnen und Kirchenvertreter verurteilten die Tat und zeigten sich entsetzt. Das Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus Oldenburg rief zu einer spontanen Mahnwache am Abend vor der Synagoge auf.
Niedersachsens Innenministerin Daniela Behrens (SPD) forderte eine schnelle und konsequente Aufklärung der Tat. «Die Sicherheitsbehörden werden alles dafür tun, den oder die Täter zu ermitteln. Der Rechtsstaat wird hier klare Kante zeigen», sagte Behrens am Freitagabend. «Auch wenn die Hintergründe der Tat noch unklar sind, sie macht mich sehr betroffen. Brandanschläge auf Synagogen sind für mich absolut verwerflich und unsäglich», wurde Behrens in der Mitteilung des Ministeriums weiter zitiert.