Während die Polizei weiter nach dem oder den Tätern des Brandanschlags auf die Synagoge in Oldenburg sucht, erfährt die Jüdische Gemeinde der Stadt viel Unterstützung. Bei einer Solidaritäts-Kundgebung am Sonntag auf dem Julius-Mosen-Platz in der Innenstadt unweit der Synagoge versammelten sich nach Polizei-Angaben rund 400 Menschen. «Wir sind schwer beeindruckt von dieser Solidarität», sagte die Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, Claire Schaub-Moore, in einer Rede. Auch viele Briefe und Zusprüche hätten die Gemeinde nach dem Anschlag erreicht. «Wir spüren diese Stärke und die ist viel größer als das, was vor unserer Tür passiert ist, vor der Synagogen-Tür.»
Zu der Kundgebung hatte das Bündnis gegen Antisemitismus und Antizionismus Oldenburg aufgerufen. Unter den Teilnehmern waren auch Gemeindemitglieder und Vertreter der Stadt. Die Demonstranten zeigten Plakate gegen Antisemitismus und Israelflaggen.