Einen Tag nach dem Brandanschlag auf die Synagoge in Oldenburg fahndet die Polizei weiterhin nach dem Täter. «Es gibt zurzeit keine aktuellen Erkenntnisse, was den Ermittlungsstand angeht», sagte am Samstag eine Sprecherin der Polizei. Die Ermittlungen würden auch am Wochenende auf vollen Touren laufen. Die Sicherheitsmaßnahmen seien unmittelbar nach dem Anschlag hochgefahren worden. Die Polizei gehe bislang von der Tat eines Einzelnen aus.
Am Freitagmittag hatten Unbekannte einen Brandsatz gegen eine Tür der Synagoge geworfen. Dabei sei niemand verletzt worden, sagte der stellvertretende Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Oldenburg, Michael Stahl, bereits am Freitagnachmittag der Deutschen Presse-Agentur. Die Gemeinde sei erschrocken, dass es auch in Oldenburg Menschen gebe, die ihren Hass in dieser Form von Gewalt und Straftaten ausleben. «Aber wir werden uns nicht in unserem Weg beeinträchtigen lassen durch dieses Vorgehen», sagte Stahl. «Wir werden unsere Gottesdienste, unsere Veranstaltungen weiterhin wie geplant durchführen, an diesem Wochenende und auch an den kommenden Wochenenden, da werden wir nicht von abweichen.» Die Gemeinde wolle sichtbar bleiben in Oldenburg.