Die Zahl der Nutrias ist vielerorts in Deutschland rasant gestiegen. «Gerade in den Stadtstaaten Bremen und Hamburg haben wir extrem viele Meldungen von Fällen, da breiten sich viele Tiere aus», sagte ein Sprecher des Deutschen Jagdverbands (DJV) der Deutschen Presse-Agentur.
Starker Anstieg im urbanen Raum
In Bremen meldeten zuletzt 93 Prozent der Reviere die Anwesenheit der südamerikanischen Nutria, im Vergleich zu 2015 sei das laut DJV-Analyse eine Steigerung um das Sechsfache. «Bremen steht symbolisch für eine starke urbane Besiedlung durch die Nutria, die auch in Hamburg zu beobachten ist –mit einem Wert von 74 Prozent im Jahr 2023», teilte der Verband mit.
Gründe für die Zunahme seien unerlaubtes Füttern, günstige klimatische Bedingungen und jagdliche Einschränkungen. Besonders in Städten seien Nutrias mittlerweile häufig anzutreffen, oft sogar tagaktiv und mit hohem Vermehrungspotenzial. Auch in ländlichen Regionen breiteten sie sich aus – allerdings langsamer.
In Schleswig-Holstein meldeten 2020 rund 24 Prozent der Reviere Nutria-Vorkommen. Neuere Daten liegen dort nicht vor, da das Land andere Befragungsintervalle hat, so der DJV-Sprecher.