Bei der Suche nach sogenannten Geisternetzen und deren Bergung hat sich nach Einschätzung der Umweltschutzorganisation WWF die enge Zusammenarbeit mit Fischern und Freizeittauchern bestens bewährt. Die genaue Kenntnis der Fischer über die Küstengewässer und zielgerichtete Informationen der Taucher seien unverzichtbar, um das Problem effektiv und dauerhaft zu lösen, sagte WWF-Expertin Andrea Stolte am Mittwoch bei einer Fachtagung in Schwerin.
Sie verwies auf die Ergebnisse eines nun zu Ende gegangenen dreijährigen Pilotprojektes, bei dem in Mecklenburg-Vorpommern mit finanzieller Unterstützung des Landes Kooperationen und Methoden zur Beseitigung der oft gefährlichen Altlasten erprobt wurden. In dieser Zeit seien etwa sieben Tonnen alter Netze aus den Küstengewässern geholt worden. Die dabei gemachten Erfahrungen würden nun auch Schleswig-Holstein genutzt, wo im Herbst 2023 an der Ostseeküste ein ähnliches Projekt startete. In der Nordsee hingegen herrschten andere Bedingungen. Durch die Gezeiten würden die Netze oft in den Meeresboden eingespült, was die Bergung erschwere.