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Wolfcenter: Nähe zu Wölfen gibt es nur hinter einem Zaun

Wolfcenter: Nähe zu Wölfen gibt es nur hinter einem Zaun
Der Betreiber des Wolfcenter Dörverden, Frank Faß, geht zu seinen Wölfen auch ins Gehege - für fremde Besucher ist das aber tabu. (Archivbild) / Foto: Sina Schuldt/dpa
Nach dem Angriff auf ein Kind in einem Wildpark rücken Sicherheitsvorkehrungen in Wolfsgehegen in den Fokus. Wie Besucher in einem Wolfcenter den Tieren näher kommen können - von einer Schleuse aus.

Nach dem Wolfsangriff auf ein Kind in einem Wildpark in Brandenburg ist die Anteilnahme auch in anderen Wildtiergehegen groß. Der Betreiber des Wolfcenters Dörverden in Niedersachsen schilderte der Deutschen Presse-Agentur, welche Sicherheitsvorkehrungen und Regeln auf seinem Gelände für Besucher gelten. 

Besucher dürfen in dem Wolfcenter nicht ins eigentliche Gehege mit den Wölfen hinein. Sie können zwar zwei Tieren näher kommen, aber ausschließlich aus einer gesicherten und umzäunten Schleuse heraus, wie der Chef des Wolfcenters, Frank Faß, erklärte. «Diese Tiere kann man durch den Zaun in direkter Nähe erleben.»

Cosmo und Luna kommen nah an Zaun heran

Dabei gehe es um zwei mit der Hand aufgezogene Wölfe: Cosmo und Luna. «Die glauben im übertragenen Sinn, wir gehören ja zum Menschen.» Die beiden Wölfe in dem Gehege kämen ohne Furcht ganz nah an den Zaun heran, so Faß. Die Wölfe drückten sich dabei schon mal gegen den Gitterzaun, so dass man vielleicht das Fell kurz berühren könne. 

Mehr als drei Meter hoher Zaun

Die Schleuse ist laut Faß rund fünf Meter breit und siebeneinhalb Meter lang. Sie sei komplett von einem mehr als 3,5 Meter hohen Zaun umgeben. 

Auf der Internetseite des Wolfcenters heißt es auch: «Es gibt die Möglichkeit, in einem rückwärtigen Gehegebereich, welcher für reguläre Tagesgäste nicht zugänglich ist, die Wölfe durch einen Zaun hindurch zu füttern und gegebenenfalls zu streicheln, wenn diese es zulassen!» 

Betreiber: «Reizarme» Kleidung wichtig

Besucher, die Wölfen so näher kommen wollen als bei normalen Tierpark-Spaziergängen, sollten aber «reizarme» Kleidung tragen und Schmuck wie Ringe oder Uhren ablegen, erklärt der Wolfsexperte. Auch auffällige Accessoires wie Zipfelmützen könnten Tiere neugierig machen. 

Zu einem Zwischenfall berichtete Faß von einem Kleinkind, das hinter einen Absperrzaun gestiegen sei. Dabei habe ein Wolf die bauschige Jacke des Kindes so spannend gefunden, dass er versucht habe, die Jacke ins Gehege zu ziehen. 

Wolfcenter hält elf Wölfe in fünf Gehegen

Bei anderen Wölfen in der Einrichtung sind Erlebnisse auch innerhalb der Schleusen aus Sicherheitsgründen jedoch nicht möglich, wie Faß sagte. «Wölfe sind eben keine Hunde.» Im Wolfcenter Dörverden leben nach Betreiber-Angaben elf Wölfe, verteilt auf fünf eingezäunte Gehege.

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